Abschied von Henrike Poth

Mit Henrike Poth, die am 31. Januar in den Ruhestand ging, verliert die Abendschule Heppenheim eine Kollegin, die seit über 24 Jahren die Institution mit gestaltet und geprägt hat. In den letzten Jahren hat sie sich vor allem als Französisch-Lehrerin profiliert, indem sie ihren Studierenden das frankophile Lebensgefühl mit allen Sinnen näher brachte: durch Kino-Abende, Dichterlesungen, Crêpes-Backen in der Schule, Feiern zum Jubiläum des Élysée-Vertrages – vor allen Dingen aber durch ihre zahlreichen Ausflüge und Reisen nach Frankreich. Es war kaum bekannt, dass Frau Poth vor ihrer Lehrtätigkeit auch als Reiseleiterin gearbeitet hatte – eine einleuchtende Erklärung für ihr außerordentliches Engagement in dieser Richtung. Brüssel, Burgund, Franche-Comté, Nancy, Metz, Wissembourg, Paris und immer wieder Straßburg – diese Auswahl an Zielen zeigt schon, wie sie auch hier immer wieder das Neue und die Herausforderung suchte.
Frau Poth engagierte sich auch sehr für Menschen mit psychischen Problemen oder Suchtkrankheiten. Die Workshops der Reihe „Verrückt, na und?“ sensibilisierten die Studierenden für das schwierige Thema psychischer Krankheiten in einem Kontext, wo schwieriger Lernbiographien keine Seltenheit sind. Auch im Kollegium organisierte Frau Poth, die mehrere Jahre für Fortbildung und Beratung zuständig war, mehrere Fortbildungen zum Thema psychische Gesundheit. In den letzten Jahren war sie zudem als Sicherheitsbeauftragte der Schule aktiv.
Als zentrale Eigenschaften nannte Schulleiter Stephan Dröscher: Zuverlässigkeit, Selbstständigkeit, Engagement – und eine nüchterne Bescheidenheit, die um die eigene Person wenig Aufhebens machte. Wir danken Frau Poth für ihre Leistung und ihren Beitrag zur Gestaltung des Schullebens.