Rastatt – Ort der Revoluzzer, Aufstand der Freiheitskämpfer und Demokraten – Hoffnung der Nationalversammlung von 1848: Die Schüler der Q1 des Abendgymnasiums hatten im Unterricht davon viel gehört und gelesen. Doch was bedeutet diese Revolution von gestern für uns heute? Was waren das für Menschen, die ihr Leben für die Demokratie gaben? Was bedeutete die Revolution für die Familien der Menschen, die im Ehrenhof des Rastatter Schlosses 1849 beim Aufstand badischer Soldaten die Verfassung der Nationalversammlung und die darin verankerten Grundrechte verteidigen wollten?

Rastatt war im Sommer 1849 das Hauptquartier der Freiheitskämpfer und ihre letzte Bastion und der Ahnensaal des Schlosses Ort des preußischen Standgerichts, das entschied über Leben und Tod der demokratischen Revolutionäre.

Diesen außerschulischen Lernort, der einen wichtigen Beitrag dazu leistet, junge Menschen für die Werte der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu sensibilisieren, wollten die Geschichtslehrerin Kirstin Bauermann, die Powi-Lehrerin Nicole Schreiber-Mansmann in Begleitung ihres Kollegen Thorsten Rothe den Schülern näherbringen.

Ein erfahrener Geschichtsvermittler bot dem interessierten Gymnasialkurs hierzu zunächst eine spannende Themenführung zur 48er-Revolution. Hier fiel der Kurs durch viel Hintergrundwissen und Interesse auf. Danach ging es praktisch ans Werk: Der dazu gebuchte Karrikaturenworkshop machte die Ausstellung zur lebendigen Begegnungsstätte mit den Freiheitsbewegungen und den demokratischen Traditionen der deutschen Geschichte.

Auch wenn die Veranstaltung alles andere als trocken war, am Ende wurde der Besuch des nahegelegenen Biergartens doch zum willkommenen Abschluss der Veranstaltung. Spätestens bei der wichtigen Abstimmung über die Frage „Pizzeria oder Biergarten?“ wurden allen klar – Demokratie fängt im ganz Kleinen an und steht jeden Tag neu auf dem Prüfstein.