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Schulprojekt „Verrückt, na und?“ macht Station an der Abendschule Heppenheim

Statt der üblichen Unterrichtsfächer stand für die Studierenden des E2 Kurses einen Abend lang das Thema „psychische Gesundheit / Krankheit“ auf dem Stundenplan. Moderiert wurde das Schulprojekt mit dem Titel „Verrückt, na und?“ von der Dipl. Sozialpädagogin Renate Huckele, Mitarbeiterin beim PSH (Psychosozialer Hilfsverein Heppenheim e.V.). Nach einer intensiven Vorstellungsrunde und einer Einführung in das Thema „Seelische Gesundheit / Seelische Erkrankung“ kam im 2.Teil der Veranstaltung der „Experte in eigener Sache“, Tobias Funke, zu Wort. Als Betroffener berichtete er sehr eindrucksvoll von seiner psychischen Erkrankung, seinen Klinikaufenthalten, seinen Therapien und seiner aktuellen Lebenssituation. Die Studierenden stellten ihm sehr interessiert zahlreiche Fragen, die er mit aller Offenheit beantwortete.
Zur Entspannung nach der lebhaft geführten Gesprächsrunde hatte Frau Huckele ein Geschicklichkeitsspiel vorgesehen, um den Teilnehmern das Gefühl von Teamgeist – auch non-verbal- zu vermitteln. Der Abend endete sehr emotional mit dem Vortrag eines Gedichtes, das Tobias Funke eigens für die Gruppe geschrieben hatte und nun vorlas. Es wurde mit viel Beifall von allen Teilnehmern bedacht.
Das Schulprojekt fand bereits zum 8. Mal auf Initiative der Lehrerin Henrike Poth an der Abendschule statt und wieder einmal hat sich gezeigt, dass es auf eindrucksvolle Weise – nicht zuletzt durch die Experten, die eine starke Authentizität vermitteln – junge Menschen für das Thema “psychische Gesundheit /psychische Erkrankung“ sensibilisiert und einen großen Beitrag zur Enttabuisierung dieses Themenkomplexes leistet. Die Teilnehmer, von denen einige anfangs skeptisch eingestellt waren gegenüber der Veranstaltung, äußerten sich am Ende sehr positiv, alle sprachen Tobias Funke ihre Bewunderung für seine Offenheit aus und wünschten ihm alles Gute für seine Zukunft.

Zu den Wurzeln der Demokratie

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Von der Paulskirche aus hat Deutschland 1848 einen Aufbruch in die Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und den Weg in eine Einheit in Freiheit versucht. In einer privaten Führung besuchten nun 25 Schüler der Gymnasialkurse E2a, E2b und E2c im Fach HpB unter Leitung der HpB-Lehrer Nicole Schreiber-Mansmann und Stephan Dröscher die Paulskirche in Frankfurt.

Die Führung zeigte eine Dauerausstellung zur deutschen Demokratiegeschichte. Hier wurden viele Themen des Unterrichts - von Napoleon über Restauration und Vormärz, das Hambacher Fest bis zur Frankfurter Nationalversammlung- aufgegriffen. Eine gelungene Chance, den oft trockenen Stoff der Geschichtsbücher mit Leben zu füllen und die regionalen Wurzeln von Liberalismus, Nationalismus und Demokratie am Ort des Geschehens anschaulich vermitteln zu können.

Denn als Mitte des 19. Jahrhunderts der Ruf nach bürgerlichen Freiheiten und nach der deutschen Einheit gefordert wurde stand unsere Region im Mittelpunkt des Geschehens: Der Halbe Mond in Heppenheim als Ort des liberalen Vorparlaments, die Paulskirche in Frankfurt als Ort der Nationalversammlung und Ober-Laudenbach als Ort eines blutigen Gefechtes der Odenwälder Bauern gegen die Regierungstruppen: